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Arzt

Sie haben die Wahl, ob Sie Ihre ärztlichen Behandlungen bei einem Vertrags- oder Wahlarzt durchführen lassen wollen. Was der Unterschied zwischen einem Vertrags- und einem Wahlarzt ist, erfahren Sie hier. Informieren Sie sich auch über die Möglichkeiten einer eventuellen Befreiung oder Halbierung Ihres Selbstbehalts. 


Bei den Ärzten gibt es folgende Unterscheidungen:

  • Vertragsärzte: das sind Ärzte, die mit der SVA einen Vertrag haben.
  • Wahlärzte: das sind Ärzte ohne Vertrag mit der SVA.

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Vertragsärzte

Sachleistungsberechtigten Versicherten stehen österreichweit rund 7500 Vertragsärzte zur Verfügung. Diese haben mit der SVA einen Einzelvertrag zur kostenlosen Behandlung von Sachleistungsberechtigten abgeschlossen. Die Kosten werden direkt zwischen der SVA und dem Vertragsarzt verrechnet. Dem Versicherten wird im Nachhinein ein Kostenanteil von 20 Prozent durch der SVA vorgeschrieben beziehungsweise von der Pension einbehalten. 

Info

Achtung: Auf Kosten der SVA dürfen Sie in einem Kalendervierteljahr nur mit Zustimmung der SVA mehrere praktische Ärzte oder mehrere Fachärzte des gleichen Fachgebietes aufsuchen.


Als Geldleistungsberechtigter zahlen Sie den Vertragsarzt zunächst selbst und erhalten dann nach Einreichung der Honorarnote bei der SVA einen Kostenersatz nach dem Vergütungstarif laut Satzung. Dieser Kostenersatz beträgt maximal 80 Prozent der tatsächlichen Rechnungskosten. 

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Wahlärzte

In der gewerblichen Krankenversicherung besteht freie Arztwahl. Sie müssen also nicht zu einem Vertragsarzt gehen. 

Sind Sie ein sachleistungsberechtigter Versicherter und lassen sich bei einem Wahlarzt behandeln, so müssen Sie die Rechnung selbst bezahlen. Die SVA leistet im Nachhinein einen Kostenersatz. Dieser ist maximal so hoch wie jener Betrag, den sie bei einem Vertragsarzt gezahlt hätte - abzüglich  dem 20-prozentigen Kostenanteil des Versicherten. 

Sind Sie ein Geldleistungsberechtigter und gehen zum Wahlarzt, so zahlen Sie ebenso die Rechnung selber. Auch Sie können diese dann bei der SVA einreichen. Nach Einreichung der Honorarnote bei der SVA erhalten Sie einen Kostenersatz nach dem Vergütungstarif laut Satzung. Maximal beträgt dieser aber 80 Prozent der tatsächlichen Rechnungskosten.

Info

Wichtig: Auf Kosten der SVA dürfen Sie in einem Kalendervierteljahr nur mit Zustimmung der SVA mehrere praktische Ärzte oder mehrere Fachärzte des gleichen Fachgebiets aufsuchen.


Informationen, welche Leistungen der ärztlichen Hilfe gleichgestellt sind, welche Leistungen von der SVA bewilligt werden müssen und bei welchen Leistungen es keinen Kostenersatz gibt, erhalten Sie rechts in der Linkbox im Dokument „Leistungen“.            

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Halbierung des Kostenanteils (Selbstbehalts)

Es besteht die Möglichkeit, den Kostenanteil von 20 Prozent auf 10 Prozent zu halbieren beziehungsweise den Ihnen vergüteten Betrag um 10 Prozent zu erhöhen. Dazu müssen Sie beim Programm „Selbständig Gesund“ teilnehmen und fünf individuelle Gesundheitsziele erreichen. Mehr Informationen dazu erhalten Sie  hier.

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Befreiung vom Kostenanteil (Selbstbehalt)

Bei folgenden Ausnahmen können Sie per Antrag vom Kostenanteil befreit werden: 

  • für die Dauer einer Dialysebehandlung infolge einer Nierenerkrankung
  • für die Dauer einer Strahlen- oder Chemotherapie
  • nach erfolgter Organtransplantation
  • für Organspender
  • bei einem Behindertengrad von mindestens 50 Prozent
  • für Schwerversehrte

Weiters können Versicherte über Antrag bei "besonderer sozialer Schutzbedürftigkeit" befreit werden. Die Einkommensgrenzen beziehen sich dabei auf die Richtsätze für die Ausgleichszulage.

Die Kostenanteilsbefreiung wird grundsätzlich befristet (zumindest mit vier Quartalen) ausgesprochen.

Alle Pensionisten sind automatisch, also ohne einen gesonderten Antrag stellen zu müssen, mit einer Ausgleichszulage von der Zahlung eines Kostenanteiles befreit.

Gesundheitlich beeinträchtigte Versicherte, die von keiner der bestehenden Kostenanteilsbefreiungen wegen sozialer Schutzbedürftigkeit oder bestimmter Erkrankungen oder Gebrechen erfasst sind, werden durch den Kostenanteilsdeckel (seit 01. Jänner 2013) finanziell entlastet. Wird bei der quartalsmäßigen Kostenanteilsberechnung ermittelt, dass die Jahressumme der Kostenanteile fünf Prozent des festgestellten Jahreseinkommens des Versicherten erreicht, wird der Kostenanteil für die erbrachten Leistungen sofort betraglich begrenzt und die weiteren Leistungen werden vom Kostenanteil befreit.

Rechts in der Linkbox finden Sie die Antragsformulare zur Befreiung vom Kostenanteil.

Weitere Informationen zu den Kostenersätzen und der Vergütungen von Sach- und Geldleistungsberechtigten erhalten Sie in den jeweiligen Infoblättern rechts in der Linkbox.