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Voraussetzungen und Umfang


Unter welchen Voraussetzungen haben Sie Anspruch auf Überbrückungshilfe?

Sie haben Anspruch auf Überbrückungshilfe, wenn und solange Sie selbständig erwerbstätig und in der Pensionsversicherung nach dem Gewerblichen Sozialversicherungsgesetz (GSVG) oder dem Sozialversicherungsgesetz für freiberuflich selbständig Erwerbstätige (FSVG) pflichtversichert sind.

Die Überbrückungshilfe kann bei außergewöhnlichen Ereignissen unter Berücksichtigung der Vermögens- und Familienverhältnisse gezahlt werden. Konkret bedeutet das Folgendes: 

  • Ihr monatliches Nettoeinkommen darf nicht mehr als 1.160 € betragen,
  • die Einkommensgrenze erhöht sich für den Partner (Ehegatten und eingetragene Partner) um 498 €
  • und für jedes unversorgte Kind um 247 €.

Was ist ein "außergewöhnliches Ereignis"?

Ein "außergewöhnliches Ereignis" ist zum Beispiel eine lang andauernde Krankheit, die zur Arbeitsunfähigkeit führt und für (voraussichtlich) mehr als 6 Wochen andauert.

Auch ein Ereignis, das "weder langfristig vorhersehbar noch beeinflussbar oder abwendbar" war, kann berücksichtigt werden. Dazu gehören z. B. mangelnde Liquidität als Folgeerscheinung der Insolvenz eines großen Auftraggebers oder auch höhere Gewalt, wenn die Betriebsstätte aufgrund einer Naturkatastrophe unbenutzbar ist.

Sie haben keinen Anspruch auf Überbrückungshilfe, wenn die Gründe für einen finanziellen Engpass im unternehmerischen Risiko liegen. Dazu gehört zum Beispiel das Ausbleiben von Aufträgen, die Anlaufzeit eines Geschäftsmodells oder der Verdrängungswettbewerb durch neue Produkte am Markt.

Nähere Informationen zur Dauer, Höhe und Antragstellung finden Sie unter Dauer und Höhe.

In unserem Infoblatt (s. Linkbox) zum Thema Überbrückungshilfe haben wir alle wichtigen Informationen noch einmal zusammengefasst.