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Unterschied Sach- und Geldleistungsberechtigung


Nach dem Gewerblichen Sozialversicherungsgesetz (GSVG) unterscheiden wir beim Anspruch auf Leistungen in der Krankenversicherung, ob Sie einen Anspruch auf Sachleistungen oder Geldleistungen haben. Die Einstufung, ob Sie Sach- oder Geldleistungsberechtigter sind, hängt von der Höhe Ihrer versicherungspflichtigen Einkünfte des drittvorangegangenen Jahres (inkl. der vorgeschriebenen Pensions- und Krankenversicherungsbeiträge) ab. Beziehen Sie zusätzlich eine Pension nach dem GSVG, ist diese ebenfalls zu berücksichtigen.

Liegen die Einkünfte/Hinzurechnungsbeträge/Pensionen in Summe unter der Sachleistungsgrenze von EUR 68.039,99, sind Sie sachleistungsberechtigt. Liegen sie über der Sachleistungsgrenze, sind Sie geldleistungsberechtigt. 

Folgende Personengruppen sind grundsätzlich sachleistungsberechtigt:

  • Versicherte in den ersten drei Jahren ihrer Berufsausübung
  • Versicherte mit mehrfachem Krankenversicherungsschutz (Mehrfachversicherte)
  • Versicherte mit auf Antrag herabgesetzter vorläufiger Beitragsgrundlage  

Wie unterscheiden sich die Leistungsansprüche?

Von Ihrer Anspruchsberechtigung hängt ab, in welcher Form - als Sach- oder Geldleistung - die Leistungen der Krankenversicherung erbracht werden.

Die wichtigsten Unterschiede sind:

LeistungSachleistungsberechtigungGeldleistungsberechtigung
Ärztliche Hilfe

Behandlungen bei einem Vertragsarzt werden direkt mit uns über die e-card verrechnet.
Der Selbstbehalt beträgt 20 Prozent des Vertragshonorars. Behandlungen als Privatpatient müssen Sie selbst bezahlen. Wir vergüten die Kosten in Höhe jenes Betrages, der bei Behandlung durch einen Vertragsarzt entstanden wäre – abzüglich des 20-prozentigen Selbstbehalts.

Behandlungen bei Ärzten können Sie nur  als Privatpatient in Anspruch nehmen. Wir vergüten die Kosten laut satzungsmäßigem Tarif. Diese Vergütung ist in  der  Regel  um ca. 25 Prozent höher als die Kostenerstattung für Sachleistungsberechtigte. Wir ersetzen maximal 80 Prozent der tatsächlichen Kosten; in der Praxis liegt die Vergütung aber deutlich darunter.

Medikamente

Bezug von Medikamenten mit    einem Kassenrezept      gegen eine Rezeptgebühr. Es gelten die Richtlinien über die ökonomische Verschreibweise. Achtung: teilweise besteht Bewilligungspflicht

Bezug von Medikamenten mit   Privatrezept.   Die Vergütung der Kosten beträgt 80 Prozent des Preises,  abzüglich der Rezeptgebühr. Grundsätzlich besteht keine Bewilligungspflicht.

SpitalKostenlose Behandlungen ohne Selbstbehalt in der allgemeinen Gebührenklasse. Wählen Sie die Spital-Sonderklasse leisten wir keinen Ersatz der Mehrkosten.Kostenlose Behandlungen ohne Selbstbehalt in der allgemeinen Gebührenklasse. Wählen Sie die Spital-Sonderklasse vergüten wir die Mehrkosten nach Tarif (maximal 80 Prozent der Kosten).

Details zu den verschiedenen Leistungen haben wir für Sie unter Krankheit & Unfall zusammengefasst.

Info

Bitte beachten Sie: Der Selbstbehalt kann sich auf 10 Prozent halbieren, wenn Sie am Programm „Selbständig Gesund“ teilnehmen.

Nähere Informationen dazu finden Sie unter Selbständig Gesund – halber Selbstbehalt.