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Beitragsberechnung bei Mehrfachversicherung


Wenn Sie mehrfach versichert sind, müssen Sie grundsätzlich für jede Versicherung Krankenversicherungsbeiträge einzahlen. 

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Wie werden die Beiträge berechnet? 

Die Beitragsgrundlage wird in jeder Versicherung aufgrund der jeweiligen Bestimmungen einzeln berechnet. Ausgangsbasis dafür sind grundsätzlich immer die Einkünfte aus der versicherten Tätigkeit beziehungsweise die Höhe der Pension. 

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Was passiert bei Überschreitung der Höchstbeitragsgrundlage?

Überschreitet die Summe Ihrer Beitragsgrundlagen die Höchstbeitragsgrundlage von EUR 68.040,00, erhalten Sie zuviel bezahlte Beiträge im Nachhinein zurück. 

Bitte beachten Sie: Diese Erstattung der Beiträge müssen Sie innerhalb von drei Jahren ab Ende des Beitragsjahres beantragten.

Sie können aber auch im Vorhinein verhindern, dass die Höchstbeitragsgrundlage wegen Mehrfachversicherung überschritten wird.  Schicken Sie uns dazu einfach Nachweise über die Höhe Ihrer unselbständigen Einkünfte beziehungsweise Ihrer Pension. Als Nachweise gelten zum Beispiel:

Mit diesen Unterlagen können wir eine „Differenzbeitragsvorschreibung“ durchführen. 

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Was ist die „Differenzbeitragsvorschreibung“?

Bei der „Differenzbeitragsvorschreibung“ achten wir bei der Bildung der Beitragsgrundlage nach GSVG oder FSVG darauf, dass die Höchstbeitragsgrundlage insgesamt nicht überschritten wird. 

Bitte beachten Sie:  Für die „Differenzbeitragsvorschreibung“ können wir aufgrund gesetzlicher Bestimmungen nur ASVG- und/oder B-KUVG-Beitragsgrundlagen berücksichtigen. Eine Krankenversicherung nach dem BSVG hat daher keinen Einfluss auf die Höhe der GSVG-Beiträge.

Beispiel:Ein Gewerbetreibender verdient als Angestellter monatlich 3.000 € (42.000 € im Jahr). Die Jahresbeitragsgrundlage aus dem Gewerbe macht weitere 33.000 € aus. Die Summe aus beiden Beträgen (75.000 €) liegt über der Höchstbeitragsgrundlage von 65.100 €.
Bei der Differenzbeitragsvorschreibung rechnen wir folgendermaßen:
65.100 € – 42.000 € = 23.100 €. Die GSVG-Beitragsgrundlage beträgt 23.100 € statt 33.000 €.

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Wie werden die Beiträge bei niedriger GSVG-Beitragsgrundlage berechnet?

Sind Sie mehrfach versichert (ASVG/B-KUVG und GSVG), kann Ihre GSVG-Beitragsgrundlage die vorgesehene GSVG-Mindestbeitragsgrund­lage unterschreiten. Wird zum Beispiel aufgrund der geringen Einkünfte kein Einkommensteuerbescheid erstelllt, oder erzielen Sie einen Verlust aus Ihrer selbständigen Tätigkeit, müssen Sie keine GSVG-Beiträge zahlen, wenn Ihre Beitragsgrundlage nach ASVG und/oder B-KUVG bereits die GSVG-Mindest­beitragsgrundlage erreicht.


Die Höhe der GSVG-Beiträge wird bei Mehrfachversicherten überprüft, sobald die Beitragsgrundlagen aus allen Versicherungen endgültig festgestellt sind. Dabei kann es zur Nach­forderung oder Gutschrift von GSVG-Beiträgen kommen.


Abkürzungsverzeichnis:

ASVG = Allgemeines Sozialversicherungsgesetz

B-KUVG = Beamten-Kranken- und Unfallversicherungsgesetz

GSVG = Gewerbliches Sozialversicherungsgesetz

FSVG = Sozialversicherungsgesetz der freiberuflich selbständig Erwerbstätigen

BSVG = Bauern-Sozialversicherungsgesetz