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Beitragsberechnung bei Mehrfachversicherung


Wenn Sie mehrfach versichert sind, müssen Sie grundsätzlich für jede Versicherung Pensionsbeiträge einzahlen. 

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Wie werden die Beiträge berechnet? 

Die Beitragsgrundlage wird in jeder Versicherung aufgrund der jeweiligen Bestimmungen einzeln berechnet. Ausgangsbasis dafür sind grundsätzlich immer die Einkünfte aus der versicherten Tätigkeit. 

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Was passiert bei Überschreitung der Höchstbeitragsgrundlage?

Überschreitet die Summe Ihrer Beitragsgrundlagen die Höchstbeitragsgrundlage von EUR 68.040,00, erhalten Sie zuviel bezahlte Beiträge in jedem Fall im Nachhinein zurück.

Sie können aber auch im Vorhinein verhindern, dass die Höchstbeitragsgrundlage wegen Mehrfachversicherung überschritten wird.  Schicken Sie uns dazu das Formular Arbeits- und Entgeltbestätigung (58.3 KB) von Ihrem Dienstgeber ausgefüllt und unterschrieben. Sie können uns aber auch einen anderen Nachweis Ihrer unselbständigen Einkünfte (z. B. Gehaltszettel) schicken. Mit dieser Bestätigung oder den Nachweisen können wir eine „Differenzbeitragsvorschreibung“ durchführen.

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Was ist die „Differenzbeitragsvorschreibung“?

Bei der „Differenzbeitragsvorschreibung“ achten wir bei der Bildung der Beitragsgrundlage nach GSVG oder FSVG darauf, dass die Höchstbeitragsgrundlage insgesamt nicht überschritten wird. 

Info

Bitte beachten Sie:  Für die „Differenzbeitragsvorschreibung“ können wir aufgrund gesetzlicher Bestimmungen nur Beitragsgrundlagen  des Allgemeines Sozialversicherungsgesetzes (ASVG) berücksichtigen. Eine Pensionsversicherung nach dem Bauern-Sozialversicherungsgesetz (BSVG) hat daher keinen Einfluss auf die Höhe der Beiträge des Gewerblichen Sozialversicherungsgesetzes (GSVG) und des Sozialversicherungsgesetz der freiberuflich selbständig Erwerbstätigen (FSVG) .

Beispiel: Ein Gewerbetreibender verdient als Angestellter monatlich 3.000 € (= 42.000 € im Jahr). Die Jahresbeitragsgrundlage aus dem Gewerbe macht weitere 33.000 € aus. Die Summe aus beiden Beiträgen (75.000 €) liegbt über der Höchstbeitragsgrundlage von 65.100 €. Bei der Differenzbeitragsvorschreibung rechnen wir folgendermaßen: 65.100 € - 42.000 € = 23.100 €. Die GSVG-Beitragsgrundlage beträgt 23.100 € statt 33.000 €.

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Wie werden die Beiträge bei niedriger GSVG-Beitragsgrundlage berechnet?

Sind Sie mehrfach versichert (ASVG und GSVG), kann Ihre GSVG-Beitragsgrundlage die vorgesehene GSVG-Mindestbeitragsgrund­lage unterschreiten. Werden Sie zum Beispiel steuerlich nicht veranlagt oder erzielen Sie einen Verlust aus Ihrer selbständigen Tätigkeit, müssen Sie keine GSVG-Beiträge zahlen, wenn Ihre ASVG-Beitragsgrundlage bereits die GSVG-Mindest­beitragsgrundlage erreicht.

Die Höhe der GSVG-/FSVG-Beiträge wird bei Mehrfachversicherten überprüft, sobald die Beitragsgrundlagen aus allen Versicherungen endgültig festgestellt sind. Dabei kann es zur Nach­forderung oder Gutschrift von GSVG-/FSVG-Beiträgen kommen.