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Unterbrechung der künstlerischen Tätigkeit


Sind Sie selbständig tätiger Künstler und daher als Neuer Selbständiger nach dem Gewerblichen Sozialversicherungsgesetz (GSVG) pflichtversichert? Dann können Sie Ihre Tätigkeit ruhend melden, wenn Sie diese vorübergehend nicht ausüben.

Ist die künstlerische Ihre einzige selbständige Tätigkeit, führt das Ruhen zur Ausnahme von der Pflichtversicherung nach dem GSVG.

Die Ruhendmeldung geben Sie beim Künstler-Sozialversicherungsfonds  (KSVF) ab. Handelt es sich bei Ihrer Tätigkeit um eine künstlerische Tätigkeit im Sinne des § 2 des Künstler-Sozialversicherungsfondsgesetzes (K-SVFG), übermittelt uns der KSVF Ihre Ruhendmeldung. Sie müssen uns also nicht zusätzlich verständigen.

Das Ruhen wird mit Ende des Kalendermonates wirksam, in dem Sie Ihre künstlerische Tätigkeit eingestellt haben, frühestens aber mit Letzten des Kalendermonats, in dem das Ruhen gemeldet wird. Rückwirkende Meldungen sind also ausgeschlossen. Achten Sie daher immer darauf, Ihre Meldung zeitgerecht abzugeben!

Die Wiederaufnahme Ihrer selbständigen künstlerischen Tätigkeit melden Sie bitte ebenfalls dem KSVF - diese Meldung leitet uns der KSVF weiter. Sie führt zum neuerlichen Beginn der Pflichtversicherung.

Erhalten Sie von uns keine Verständigung über das Ende oder die Unterbrechung der Pflichtversicherung, kontaktieren Sie uns bitte!

Info

Begriffsdefinition

§ 2 KSVFG
§ 2. (1) Künstlerin im Sinne dieses Bundesgesetzes ist, wer Musik, Literatur, Filmkunst, darstellende oder bildende Kunst schafft, ausübt oder lehrt und 
1. aufgrund der Einkünfte aus dieser Tätigkeit in der Kranken -, Unfall - und Pensionsversicherung nach dem ASVG oder GSVG pflichtversichert ist oder
2. gemäß § 4 Abs. 1 Z 5 oder 6 GSVG von der Sozialversicherungspflicht befreit ist und gemäß § 3 Abs. 1 Z 2 GSVG freiwillig die Pflichtversicherung in der Krankenversicherung beantragt hat.
(2) Die künstlerische Befähigung gemäß Abs. 1 ist jedenfalls für jene Fachgebiete gegeben, in denen eine künstlerische Ausbildung erfolgreich absolviert worden ist.
Die für Kunst zuständige Bundesministerin hat im Einvernehmen mit der kulturpolitischen Kommission durch Verordnung festzulegen, durch welche Ausbildungen das Vorliegen der künstlerischen Befähigung anzunehmen ist.
Andernfalls beurteilt die Künstlerinnenkommission (§ 25) die künstlerische Befähigung in einem Gutachten (§ 20 Abs. 2).