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Berufskrankheit


Eine Berufskrankheit resultiert meist aus einer längeren Einwirkung von Schadstoffen auf den menschlichen Organismus. Derzeit gibt es 53 anerkannte Berufskrankheiten. Hier einige Beispiele:

  • Ein Frisör zeigt plötzlich allergische Symptome auf Kosmetikprodukte.
  • Der Lärm beim Arbeiten auf einer Baustelle verursacht langfristig Schwerhörigkeit.
  • Der Bäcker bekommt eine Mehlallergie.
  • Eine Krankenschwester zieht sich im Spital eine Infektionskrankheit zu.
  • Ein Förster wird durch einen Zeckenbiss bei seiner Arbeit im Wald krank.
  • Jemand erkrankt durch die Arbeit mit Schwermetallen oder chemischen Substanzen.
  • Ein Glaser erkrankt durch die Verarbeitung und Bearbeitung von Glas an grauem Star.
  • Jemand erkrankt durch Staubbelastung an der Lunge und den Atemwegen.

Weitere Berufskrankheiten können der Unfallversicherungsträger und der zuständige Bundesminister anerkennen.

Was zählt zu den Leistungen der Unfallversicherung?

  • Verhütung von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten
    Maßnahmen wie Werbung, Beratung, oder Schulungen sollen helfen, Unfälle zu verhindern.

  • Erste-Hilfe-Leistung bei Arbeitsunfällen 
    Erste-Hilfe-Kurse und -Ausbildungen werden angeboten, damit bei einem Unfall schnell und bestmöglich geholfen werden kann.

  • Unfallheilbehandlung 
    Darunter fallen z. B. ärztliche Hilfe, Medikamente, Rollstühle, Krücken oder Behandlungen in Unfallkrankenhäuser oder Rehabilitationszentren.

  •  Rehabilitation
    Die Rehabilitation umfasst die im Rahmen der Unfallheilbehandlung vorge­sehenen medizinischen Maßnahmen sowie berufliche und soziale Maßnahmen. Medizinische Rehabilitation wird im Rahmen der Unfallheilbehandlung durchgeführt. Zur beruflichen Rehabilitation zählen z. B. Hilfe bei der Arbeitssuche, berufliche Umschulung oder Zuschüsse an potentielle Arbeitgeber. Unter sozialer Rehabilitation versteht man z. B. die behindertengerechte Adaptierung einer Wohnung.

  • Besondere Unterstützung während der Unfallheilbehandlung 
    Der Unfallversicherungsträger kann dem Versicherten oder seinen Angehörigen bei schweren Verletzungsfolgen und langer Behandlungsdauer finanzielle Unterstützung gewähren.

  • Übergangsgeld während der beruflichen Umschulung 
    Für die Dauer der Ausbildung im Rahmen der beruflichen Rehabilitation gibt es ein Übergangsgeld, um den Lebensunterhalt bestreiten zu können.

  •  Versehrtengeld 
    Für Kindergartenkinder, Schüler und Studenten gibt es nach dem Ende der Behandlung ein einmaliges Versehrtengeld.

  •  Versehrtenrente (Betriebsrente) 
    Eine Versehrtenrente soll finanzielle Nachteile, welche durch einen Arbeitsunfall oder eine Berufskrankheit entstanden sind, ausgleichen. 

  • Integritätsabgeltung 
    Wenn Arbeitnehmerschutzvorschriften grob fahrlässig außer Acht gelassen werden und deswegen ein Anspruch auf eine Versehrtenrente gebührt, kann man einmalig einen Geldbetrag – die Integritätsabgeltung – ausbezahlt bekommen.

  • Witwenbeihilfe 
    Stirbt ein in seiner Arbeitsfähigkeit stark beeinträchtigter (= schwerversehrter) Versicherter und hat sein Partner keinen Anspruch auf eine Witwenrente, so erhält der Hinterbliebene Partner einen einmaligen Geldbetrag ausbezahlt.

  • Hinterbliebenenrenten 
    Wenn der Tod eines Versicherten durch einen Arbeitsunfall oder durch eine Berufskrankheit verursacht wird, so gebührt dem Hinterbliebenen eine Witwen-/Witwerrente. Kinder erhalten eine Waisenrente.

  • Teilersatz der Bestattungskosten 
    Stirbt ein Versicherter durch einen Arbeitsunfall oder eine Berufskrankheit, so werden die Bestattungskosten teilweise ersetzt.

  • Überführungskosten
    Wenn es notwendig ist, den Leichnam an den Wohnsitzort des Verstorbenen zu überführen, kann der Unfallversicherungsträger die Kosten übernehmen.

Weiterführende Informationen erhalten Sie bei Ihrer AUVA Landesstelle. In der Infobox rechts finden Sie einen Link zu den Kontaktdaten der AUVA.