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Betriebshilfe bei medizinischer Reha

Während eines medizinischen Rehabilitationsaufenthaltes kann eine sogenannte "Betriebshilfe" in Anspruch genommen werden.


Der krankheits- oder unfallbedingte Ausfall der Arbeitskraft eines Unternehmers zieht oft nicht unerhebliche finanzielle Verluste nach sich. Aus diesem Grund können bei Vorliegen von sozialer Schutzbedürftigkeit Betriebshilfeleistungen erbracht werden. Dabei handelt es sich um freiwillige Leistungen der SVA, die dem Betriebsinhaber ermöglichen sollen, den Betrieb fortzuführen.

Das bedeutet, dass dem Selbständigen während der Zeit der Arbeitsunfähigkeit eine Person zur Seite gestellt wird, die ihn während der Abwesenheit in seinem Beruf ersetzt. Ziel ist, dass das Unternehmen des Versicherten weitergeführt werden kann, damit es in solchen Notfällen nicht zur Gefährdung oder gar Schließung von Betrieben kommen muss. 

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Maßnahmen

Die Betriebshilfe kann als Geldleistung in Form von Zuschüssen oder als Sachleistung durch Bereitstellung von Betriebshelfern gewährt werden. 

Zu diesem Zweck hat die SVA Verträge abgeschlossen bzw. sich an Einrichtungen zur Bereitstellung von Betriebshelfern beteiligt. Derartige Verträge und Betriebshilfemodelle bestehen mittlerweile in allen Bundesländern. Die Kontaktdaten der Betriebshilfevereine finden Sie in der Linkbox.

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Voraussetzungen 

Folgende Voraussetzungen sind zu erfüllen: 

  • Sie sind in der Krankenversicherung nach dem Gewerblichen Sozialversicherungsgesetz (GSVG) versichert.
  • Die Betriebshilfe muss zur Aufrechterhaltung des Betriebes notwendig sein und 
  • die Arbeitskraft des Versicherten muss wegen einer mehr als 14 Tage dauernden Arbeitsunfähigkeit
    • aufgrund einer Krankheit, eines Unfalles, insbesondere wegen einer entsprechenden Anstaltspflege, eines anschließenden Heilverfahrens (medizinische Rehabilitation) in einer Sonderkrankenanstalt bzw. in einem Rehabilitationszentrum oder eines Genesungsaufenthaltes oder
    • wegen der Pflege eines behinderten Kindes ausfallen.

 

Zusätzlich zu den Voraussetzungen darf mit den versicherungspflichtigen und anderen Einkünften der Betrag von 19.902,96 € (Wert 2016) jährlich nicht überschritten werden. Dieser Betrag bleibt jedoch außer Betracht, wenn erhöhte Aufwendungen oder wesentliche Beeinträchtigungen der Einkommensverhältnisse des Versicherten nachgewiesen oder zumindest glaubhaft gemacht werden.  

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Leistungen 

Kostenzuschüsse für Betriebshelfer betragen 7,32 € pro Stunde, höchstens 65,88 € pro Tag. Der Kostenzuschuss oder die Bereitstellung eines Betriebshelfers gilt bis zu einer Höchstdauer von 70 Tagen pro Kalenderjahr.

Die Leistungen werden bei Pflege eines behinderten Kindes einmalig bis zu einer Höchstdauer von 90 Tagen erbracht. Bei einer wesentlichen Erhöhung des Pflegebedarfs zumindest um eine Pflegegeldstufe ist jedoch einmalig eine neuerliche Leistungsgewährung möglich.

Die SVA kann die jeweilige Bezugsdauer um höchstens fünf Tage für die Einschulung des Betriebshelfers erhöhen.

Den Antrag auf Kostenzuschuss für Betriebshelfer finden Sie in der Linkbox.