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Selbstbehalt


Die Kosten für Heilbehelfe werden von der SVA nur dann übernommen, wenn der Kassentarif den Betrag von EUR 32,40 (inkl. MwSt) übersteigt. Dies entspricht dem Mindestselbstbehalt. Billigere Heilbehelfe müssen Sie selbst bezahlen.

Liegen die von uns übernommenen Kosten über diesem Betrag, so ist ein Selbstbehalt von 20 Prozent der Kosten, mindestens aber EUR 32,40 vorgesehen. 
Maximal können grundsätzlich Kosten im Wert von EUR 1.296,00 (inkl. MwSt) von der SVA übernommen werden. Darüber hinausgehende Kosten sind von Ihnen selbst zu tragen.

Bei „teureren“ Heilbehelfen müssen Sie vor dessen Bezug bei der SVA eine Kostenübernahmeerklärung verlangen. Diese Kostenübernahmeerklärung müssen Sie dem Vertragspartner beim Bezug des Heilbehelfs übergeben. 

Der Selbstbehalt für Heilbehelfe wird nachträglich vorgeschrieben oder von der Pension einbehalten.

In folgenden bestimmten Fällen werden die Kosten von der SVA auch dann übernommen, wenn diese unter dem Mindestselbstbehalt von EUR 32,40 liegen:

  • Ständig benötigte Heilbehelfe, die nur einmal oder kurzfristig verwendet werden können (z. B. Colostomie, Urostomie, Ileostomie, Trachealkanülen, Inkontinentenversorgung)
  • Geliehenen Heilbehelfen
  • Reparatur von Heilbehelfen

Auch in diesen Fällen müssen Sie einen 20-prozentigen Selbstbehalt bezahlen. 

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Wie hoch ist der Selbstbehalt bei Applikationsmittel?

Unter Applikationsmittel versteht man Behelfe, die dazu dienen, bestimmte Heilmittel dem Körper zuzuführen (z. B. Einmalspritzen und -nadeln, Inhalatoren, Kanülen). Bei Verordnung auf Rezept erhalten Sie diese ohne Abzug eines Selbstbehaltes.  

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Wie hoch ist der Selbstbehalt bei Brillen und Kontaktlinsen?

Für Sehbehelfe besteht eine strengere Regelung, sofern diese von Ihnen selbst oder Ihren erwachsenen Angehörigen in Anspruch genommen werden. So übernehmen wir die Kosten für Brillen und Kontaktlinsen nur dann, wenn der Kassentarif höher als EUR 97,20 (inkl. MwSt) ist. Dies entspricht dem Mindestselbstbehalt.
Ausnahmen sind Kinder und Personen, die von der Rezeptgebühr befreit sind.

Bei gleichbleibender Sehstörung besteht frühestens nach drei Jahren ein neuerlicher Anspruch.

Die Kosten für Gleitsicht- und Trifokalgläser werden nicht übernommen.

Kontaktlinsen können nur bei entsprechender medizinischer Begründung bewilligt werden und es ist eine vorherige Bewilligung durch die zuständige SVA-Landesstelle notwendig. 

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Kann ich von diesem Selbstbehalt befreit sein?

Sie oder Ihre Angehörigen können von diesem Selbstbehalt befreit sein, wenn

  • das 15. Lebensjahr noch nicht vollendet ist,
  • ein Anspruch auf erhöhte Familienbeihilfe besteht oder
  • Sie als sozial schutzbedürftig gelten (gemäß den Richtlinien des Hauptverbandes).
     

Weiters sind Sie laut Satzung der SVA bei folgenden Ausnahmen vom 20-prozentigen Selbstbehalt, nicht jedoch vom Mindestselbstbehalt befreit:

  • für die Dauer einer Dialysebehandlung
  • für die Dauer einer Strahlen- oder Chemotherapie
  • im Falle einer Organtransplantation
  • bei einer mindestens 50–prozentiger Behinderung (laut Behindertenausweis)
  • bei einer Einstufung als Schwerversehrter.  

In diesen Fällen müssen Sie jedenfalls den Mindestselbstbehalt in der Höhe von EUR 32,40 bezahlen.

Rechts in der Linkbox finden Sie die Antragsformulare zur Befreiung vom Selbstbehalt.