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Sach- oder Geldleistungsberechtigung


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Bin ich Sach- oder Geldleistungsberechtigt?

Folgende Personen sind sachleistungsberechtigt:

  • Versicherte in den ersten drei Jahren ihrer Berufsausübung
  • Versicherte, deren Einkünfte aus der pflichtversicherten Erwerbstätigkeit im drittvorangegangenen Kalenderjahr die Sachleistungsgrenze von EUR 68.039,99 nicht übersteigen.
  • Gewerbepensionisten
  • Versicherte und Pensionisten mit mehrfachem Versicherungsschutz (z. B. wenn Sie sowohl bei der SVA als auch bei einer Gebietskrankenkasse versichert sind)


Folgende Personen sind geldleistungsberechtigt:

  • Versicherte nach dem Gewerblichen Sozialversicherungsgesetz (GSVG), deren Einkünfte aus der pflichtversicherten Tätigkeit im drittvorangegangenen Kalenderjahr die Sachleistungsgrenze von EUR 68.039,99 übersteigen.
  • Gewerbepensionisten, die eine versicherungspflichtige Erwerbstätigkeit nach dem Gewerblichen Sozialversicherungsgesetz ausüben, wenn die Summe aus Erwerbseinkünften und Pension die Sachleistungsgrenze übersteigt.
  • Versicherte und Pensionisten, die durch Aufzahlung zum "voll Geldleistungs-berechtigten" werden.

 

Ihr Status kann wechseln, wenn sich die oben genannten Voraussetzungen ändern. In diesem Fall, werden Sie darüber von uns informiert.  

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Was ist der Unterschied zwischen Sach- und Geldleistungsberechtigung?

Als Sachleistungsberechtigter erhalten Sie die meisten Leistungen als Sachleistung. Das heißt, die SVA stellt Ihnen die Leistung in eigenen Einrichtungen oder über Vertragspartner zur Verfügung. Sie haben keine unmittelbaren Auslagen zu tätigen. Sie erhalten ärztliche Hilfe, inklusive Zahnarzt, den Spitalsaufenthalt und Medikamente bei Vertragspartnern als Sachleistung.

Als Geldleistungsberechtigter erhalten Sie ärztliche Hilfe, inklusive Zahnarzt, als Geldleistung. Das bedeutet, dass Sie den Arztbesuch selbst bezahlen müssen und im Nachhinein von der SVA einen Kostenersatz erhalten können. Bei Spitalsaufenthalten und Medikamenten können Sie als Geldleistungsberechtigter wählen, ob Sie diese Leistungen als Sach- oder als Geldleistung beziehen wollen.

Genauere Informationen zu diesen Kostenbeteiligungen erhalten Sie in den jeweiligen Unterkapiteln. 

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Was ist der Vorteil als Sach- oder Geldleistungsberechtigter?

Wenn Sie als Sachleistungsberechtigter zum Beispiel nicht zu einem Vertragsarzt, sondern zu einem Wahlarzt gehen, so müssen Sie das Honorar selbst bezahlen. Sie erhalten dann im Nachhinein als Kostenersatz maximal den Vertragstarif, den die SVA an einen Vertragsarzt gezahlt hätte.

Als Geldleistungsberechtigter zahlen Sie bei jedem Arzt selbst und reichen die Rechnung bei der SVA ein. Sie erhalten dann einen Kostenersatz nach dem Vergütungstarif laut Satzung. Der Vergütungstarif ist generell höher als der Vertragstarif. 

Im Spital erhalten sowohl Sach-, als auch Geldleistungsberechtigte in der allgemeinen Gebührenklasse den Aufenthalt als Sachleistung. Bei der Sonderklasse erhält der Sachleistungsberechtigte keine Mehrkosten ersetzt, während der Geldleistungsberechtigte einen Kostenersatz vergütet bekommt.   

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Kann ich meinen Status als Sach- oder Geldleistungsberechtigter ändern?

Ja, es gibt folgende Möglichkeiten seinen Status zu ändern:

Als Sachleistungsberechtigter können Sie per Antrag gegen Aufzahlung ein halb- oder ein voll Geldleistungsberechtigter werden.

  • Eine halbe Geldleistungsberechtigung kostet zusätzlich EUR 79,89 pro Monat. In diesem Fall können Sie dann beim Spitalsaufenthalt eine Vergütung für die Sonderklasse erhalten, während Sie ansonsten ein Sachleistungsberechtigter bleiben.
  • Eine volle Geldleistungsberechtigung kostet zusätzlich EUR 99,84 pro Monat. Sie erhalten dann alle Leistungen wie ein Geldleistungsberechtigter.

Als Geldleistungsberechtigter können Sie per Antrag ohne Zusatzkosten ein halb Geldleistungsberechtigter werden. Sie erhalten dann bei einem Spitalsaufenthalt eine Vergütung für die Sonderklasse, während Sie ansonsten dieselben Leistungen wie ein Sachleistungsberechtigter beziehen.