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Kontoerstgutschrift


Personen, die ab 1. Jänner 1955 geboren sind und bis 31. Dezember 2004 mindestens einen Versicherungsmonat erworben haben, haben im Pensionskonto eine Kontoerstgutschrift zum 1. Jänner 2014 eingetragen. Mit der Kontoerstgutschrift sind alle bis zum 31. Dezember 2013 erworbenen Versicherungszeiten abgerechnet und dem Pensionskonto als „Startkapital“ gutgeschrieben.

Bei der Berechnung der Kontoerstgutschrift werden auch die Regelungen vor Einführung des Pensionskontos berücksichtigt. Dazu werden ein Ausgangsbetrag und ein Vergleichsbetrag ermittelt und gegenübergestellt. Die Kontoerstgutschrift wird wie folgt berechnet:

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Ausgangsbetrag

Als Ausgangsbetrag wird eine Pension zum 1. Jänner 2014 nach dem Altrecht wie folgt berechnet:

  • Aus den 336 höchsten aufgewerteten monatlichen Gesamtbeitragsgrundlagen wird eine Bemessungsgrundlage zum 1. Jänner 2014 gebildet.
    Hinweis: Liegen vorläufige Beitragsgrundlagen nach dem Gewerblichen Sozialversicherungsgesetz (GSVG) vor, ist vorerst die jeweilige Mindestbeitragsgrundlage heranzuziehen.
  • Liegen Zeiten der Kindererziehung vor, wird zusätzlich eine eigene Bemessungsgrundlage ermittelt. Diese entspricht der Höhe nach der Bemessungsgrundlage zum 1. Jänner 2014, ist  jedoch mit mindestens 122 Prozent und höchstens 170 Prozent des Ausgleichszulagen-Einzelrichtsatzes begrenzt.
  • Aus der Bemessungsgrundlage zum 1. Jänner 2014 und der Bemessungsgrundlage für Zeiten der Kindererziehung wird eine Gesamtbemessungsgrundlage gebildet.
  • Die Gesamtbemessungsgrundlage wird für je zwölf Versicherungsmonate um 1,78 Prozent vervielfacht und ergibt den Ausgangsbetrag.

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Vergleichsbetrag

Als Vergleichsbetrag wird eine Pension zum 1. Jänner 2014 wie folgt ermittelt:

  • Eine Leistung nach dem Allgemeinen Pensionsgesetz (APG) für die gesamte Versicherungszeit, unter der Annahme, dass das Neurecht seit Versicherungsbeginn gegolten hätte (APG-Pension)
  • Eine Leistung nach dem Altrecht für die gesamte Versicherungszeit, unter der Annahme, dass das Altrecht bis zum Pensionsbeginn weitergegolten hätte (Alt-Pension)
  • Die beiden Leistungen werden im Verhältnis der Versicherungszeiten vor und nach 1. Jänner 2005 aufgeteilt. Diese Aufteilung entfällt, wenn der Anteil, der ab oder vor 1. Jänner 2005 erworbenen Versicherungsmonate, weniger als 36 Versicherungsmonate beträgt.

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Höhe der Kontoerstgutschrift

Das 14-fache des Ausgangsbetrages bildet die Kontoerstgutschrift. Das 14-fache deshalb, weil Pensionen 14 Mal im Jahr ausbezahlt werden – Sonderzahlungen im April und Oktober. Aus dem Vergleichsbetrag werden eine Ober- und eine Untergrenze für die Kontoerstgutschrift berechnet. Diese beträgt mindestens 96,5 Prozent und höchstens 103,5 Prozent des Vergleichsbetrages. Die genaue Höhe dieses Prozentsatzes ist vom Geburtsjahrgang abhängig.

Geburtsjahrgang Untergrenze Obergrenze
1955 98,5 % 101,5 %
1956 98,3 % 101,7 %
1957 98,1 % 101,9 %
1958 97,9 % 102,1 %
1959 97,7 % 102,3 %
1960 97,5 % 102,5 %
1961 97,3 % 102,7 %
1962 97,1 % 102,9 %
1963 96,9 % 103,1 %
1964 96,7 % 103,3 %
ab 1965                96,5 % 103,5 %
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Nachträgliche Änderungen der Kontoerstgutschrift

Bis 31. Dezember 2016: Die Kontoerstgutschrift ist bei nachträglichen Änderungen von Beitragsgrundlagen und Versicherungszeiten bis 31. Dezember 2016 unter Berücksichtigung dieser Änderungen neu zu berechnen. 

Ab 1. Jänner 2017: Bei Änderungen ab dem 1. Jänner 2017 ändern sich Beitragsgrundlagen und Versicherungszeiten, die für die Berechnung der Kontoerstgutschrift relevant sind. Dann wird eine Ergänzungsgutschrift oder ein Nachtragsabzug berechnet und im Pensionskonto eingetragen.

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Kindererziehungszeiten im Pensionskonto

Kindererziehungszeiten werden im Pensionskonto berücksichtigt, ohne dass Sie selbst Beiträge zur Pensionsversicherung leisten.

Nähere Informationen finden Sie bei Kindererziehungszeiten

Die in der Kontoerstgutschrift festgestellte Zuordnung von Kindererziehungszeiten zu einem Elternteil kann nur mehr über Antrag bis 31. Dezember 2016 geändert werden.